Krankheit als Symbol

die Frage nach den tieferen seelischen Zusammenhängen von Krankheit in der Reinkarnationstherapie.

Wenn Sie zum Arzt gehen und er verschreibt Ihnen Tabletten, dann können Sie damit sicherlich Kopfschmerzen oder Schlimmeres bekämpfen, aber sind Sie deshalb auch geheilt? Ärzte und Mediziner verbuchen große Erfolge, sie sind in der Lage Patienten von ihren Symptomen zu befreien und sie sogar vor dem Tod zu bewahren. Die Kehrseite ist: Sie bringen ihren Patienten dadurch nicht zwangsläufig in ihr inneres Gleichgewicht zurück. Hier stößt die wissenschaftlich orientierte Schulmedizin mit ihrer Sichtweise an ihre Grenzen.

Nicht jeder, der gesund lebt, bleibt es auch, und nicht jeder, der sich sogenannten „Negativfaktoren” aussetzt, wird davon krank. Also muss es da noch etwas anderes geben.

Leider wird an den Universitäten in der Regel kaum ganzheitliches Heilen gelehrt (eher kausales Denken). Und Ursachenforschung geschieht meistens sehr einseitig. So heißt es dann oft: „Krebs entsteht aufgrund der schlechten Umweltbedingungen” oder „für Herzprobleme sind Bluthochdruck und Stress verantwortlich”.

Auf Symptome achten

Achten Sie deshalb auf Ihre Symptome. Sie sind immer eine Botschaft Ihrer Seele. Signale, die bedeuten: „Hey schau mal genauer hin, hier stimmt etwas nicht…” Unbewusst ablaufende Themen, die über längere Zeiträume verdrängt worden sind, brechen durch. Ein gesunder Mensch befindet sich in seelischem Gleichgewicht – das lehrt jede Heilkunde bereits seit Jahrtausenden. Verstärktes Ungleichgewicht hingegen führt in der Regel zu Körpersymptomen. Die innere Harmonie geht sozusagen flöten.

Kopfschmerzen sind Hinweise auf innere Konflikte, denen die Reinkarnationstherapie Raum zur Begegnung gibt.

Meistens ist es ein schleichender Prozess und beginnt auf der seelischen Ebene. Nehmen wir ihn nicht wahr und verdrängen wichtige Themen, suchen sie sich ihren Weg im Außen und manifestieren sich über ein körperliches Symptom. Unser Körper spiegelt also unser Innenleben wider.

Wer gegen sein Symptom ankämpft, übersieht die Botschaft, die dahinter verborgen liegt. Die Frage lautet deshalb nicht: „Wie werde ich gesund?“, sondern auch: „Was möchte mir meine Krankheit zeigen?“

Wie bei einem Drama im Kino ist nicht die Kulisse (Körper) traurig, sondern die Handlung (Seele) des Films. Unsere körperliche Verfassung entspricht einer Anzeigetafel, die sichtbar macht, wie es um unsere seelische Konstitution steht und dass es Zeit wird, wieder für das innere Gleichgewicht zu sorgen. Das ist wichtig, denn ansonsten gehen Sie das Risiko ein, dass die Krankheitsbekämpfung zur Symptomverschiebung führt. Denn die Seele gibt nicht auf: sie sucht sich solange neue Wege, bis sie sich Gehör verschafft hat.

Krankheitsbilder: Ein tiefer Einblick in die Seele

Meiner Ansicht nach gehört zur hohen Kunst eines Arztes oder Heilenden mehr als „nur” Krankheiten zu bekämpfen. Es geht darum das Leid auch zu deuten und es zu „übersetzen” – hier „funktioniert”, genau wie in der Astrologie, das analoge Denken: Jedes Körperorgan steht für bestimmte seelische Themenbereiche. So lassen sich die körperlichen Symptome und Krankheiten in Bezug auf psychische Themen klar deuten. In unserer Kultur muss es früher einmal ein höheres Verständnis für seelische Nöte gegeben haben, denn wie sonst sind solche sinnträchtigen Redewendungen entstanden wie „Ich hab die Nase voll” (Schnupfen), „Die Last auf seinen Schultern ist zu groß” (Rückenprobleme), „sich einen schweren Kopf machen” (Kopfschmerzen).

So kennen wir z.B. den Ausspruch „Sich seiner Haut wehren” im Zusammenhang mit Sich-Abgrenzen bzw. zur Wehr zu setzen. Immerhin schützt uns die Haut vor dem Außen und „sitzt” am Übergang zwischen Innen- und Außenwelt. Da ist nicht schwer zu erkennen, dass man es bei Hautproblemen mit „Grenzen setzen” (astrologisch Saturn/Steinbock) und dem eigenen Wehren (Mars/Widder) zu tun hat.

Wenn das Leben zur Last wird, richtet die Reinkarnationstherapie den Blick auf die Botschaft hinter körperlichen Beschwerden.

Leider entfernt sich der Mensch immer mehr von den natürlichen Lebensweisen. Die Angst vor Krankheit und Tod führt dazu, dass zunehmend Verdrängung stattfindet. So ist das Sterben inzwischen ein Tabuthema in unserer Gesellschaft geworden. Sich damit zu beschäftigen geschieht meist ungern, geschweige denn, darüber zu sprechen. Jegliche Rituale im Umgang mit dem Tod sind uns heute kaum mehr geläufig.

Symptome in der Reinkarnationstherapie

In meinen Therapiesitzungen sehe ich Symptome eher wie einen Freund, der immer einen Weg weist. Die inneren Bilder während der Sitzungen beziehen sich immer direkt auf die Symptome – der Klient schaut, welche Hinweise er dazu bekommt. Krankheit und Körpersymptome erhalten so eine tiefere Ausdrucksebene. Sie zeigen dem Betreffenden, was ihm zum Heil-Sein fehlt. Denn Heil-Sein bedeutet immer auch Ganz-Sein.

Eine geöffnete Tür steht für den Weg hinter das Symptom und die Suche nach den tieferen Zusammenhängen.

Deshalb ist die Reinkarnationstherapie eine optimale Möglichkeit, sich selbst und seiner Seele zu begegnen. Finden Sie einen bewussteren Umgang mit sich und Ihren Körpersymptomen. Sie werden überrascht sein, wie viel Entwicklung allein dadurch schon möglich wird.

Sobald ein innerer Konflikt bewusst wird, verliert der Körper die Aufgabe, auf ihn aufmerksam machen zu müssen. Reinkarnationstherapie versteht Krankheit deshalb nicht als Gegner, sondern als Hinweis auf einen Entwicklungsprozess, der nach Bewusstheit und Veränderung ruft.

Bewusste Themen benötigen keine Symptome

Petra, 34 Jahre, Bürokauffrau mit einer „Jungfraubetonung”, kam zu mir in Behandlung, weil sie mit Migräneanfällen zu kämpfen hatte. In den Bildern erlebte sie während einer der Sitzungen in ihrer vierwöchigen Reinkarnationstherapie, dass sie mit aller Macht an ihrem Wissen festhielt. Sämtliche Gespräche mit anderen, jede neue Nachricht in der Zeitung schrieb sie feinsäuberlich auf und verwahrte sie in großen Büchern. Sie war der Meinung, dass sie unbedingt zu jeder Zeit die Kontrolle behalten müsste, ansonsten könnte sie das Opfer von Intrigen aus ihrer Verwandtschaft oder von Bekannten werden. Petra fühlte sich deshalb sehr verbittert. Auch menschliche Nähe zuzulassen fiel ihr schwer. Durch das eigene tiefgründige Erfahren ihres Themas in der Therapie konnte sie einen ersten Anhaltspunkt über ihre unsichtbare Angst im Umgang mit anderen Menschen finden. Das blieb nicht ohne Folgen: So entdeckte sie wieder ihre Sehnsucht nach einer Partnerschaft.

Lächelnde Frau blickt zuversichtlich nach vorne und steht für den Weg zurück zu neuer Lebensfreude.

Knapp ein dreiviertel Jahr nach unseren Sitzungen, schrieb sie voller Freude in einem Brief, dass sie endlich wieder körperliche Nähe zulassen konnte. Auch die Migräneanfälle hatten sich bereits einige Monate zuvor verabschiedet.