Thorwald Dethlefsen: Ur-Vater der Reinkarnationstherapie

Was einem Menschen im Leben begegnet, ist nicht einfach nur eine Ansammlung zufälliger Ereignisse: Für Thorwald Dethlefsen waren Krankheit, Konflikte oder Schicksalsschläge ein Ausdruck dessen, was dem Menschen in seinem Bewusstsein fehlt.

Reinkarnationstherapie heute: Das Erbe von Dethlefsen & Wendel in der Praxis

Die Reinkarnationstherapie entsteht

Man könnte sagen, dass die Ansichten zu der damaligen Zeit, als Dethlefsen eine neue alte Methode entwickelte, revolutionär waren. Denn sie stellten Sichtweisen auf den Kopf. Mit Hilfe der Vorstellung von Reinkarnation, der Wiedergeburt in aufeinanderfolgenden Leben, wurde es möglich, daraus eine wirkungsvolle Therapieform zu entwickeln. Anfangs mit Hypnose, später mit Tiefenatmung. An die Lehre der Reinkarnation zu glauben, war ebenfalls nicht mehr notwendig. Es funktionierte trotzdem. Aus historischen Gründen blieb es aber bei der Namensgebung Reinkarnationstherapie.

Thorwald Dethlefsen war zweifellos einer der großen Denker der Esoterik und Psychologie seiner Zeit. Selbst war er nie ein therapeutischer Praktiker. Das hat er lieber seinem Therapeutenteam um ihn herum überlassen. Darunter Rüdiger Dahlke, mit dem er später „Krankheit als Weg“ schrieb, Nikolaus Klein und Mathias Wendel.

Mathias Wendel übernahm von ihm auch die Therapeutenausbildung für Reinkarnationstherapeuten. Auch wenn fälschlicherweise die Gründung der Münchener Schule (nicht Münchner Schule) Thorwald Dethlefsen zugeschrieben wurde, gründete diese tatsächlich Mathias Wendel gemeinsam mit seiner Frau Gabriela Wendel. Beide entwickelten auch die Reinkarnationstherapie weiter und bereicherten diese mit der medialen Arbeit.

Schicksal als Chance

Für Thorwald Dethlefsen bestand Schicksal nicht aus zufälligem Geschehen, das uns im Leben widerfährt. Schicksal meint, vom Heil geschickt zu sein. Es konfrontiert uns mit genau jenem, was uns zu unserem Heil, zu unserem Ganzsein noch fehlt. Vom Schicksal zum Schatten. Jenes, was uns im Leben begegnet, hat einen Sinn. Gerade jene Ereignisse, Menschen, Konflikte oder Krankheitssymptome, die wir ablehnen, konfrontieren uns mit Anteilen, die wir aus unserem Bewusstsein ausgeschlossen haben. Darin lag für Dethlefsen die Chance des Schicksals: Es bringt uns wieder mit dem in Berührung, was uns fehlt.

Geschichte der #Schattentherapie

Daraus leitete sich die Schattentherapie für die Seele ab. Uns diesen Anteilen wieder zuzuwenden und sie nach Hause zu holen.

Dethlefsens anderer Weg

Anfang der 90er-Jahre wandte sich Dethlefsen einem scheinbar anderen Weg zu. Diesen nannte er „Kawanna – Kirche des neuen Äon“. Zum Befremden der meisten Therapeuten, die unter ihm gearbeitet hatten. Erst als sich der erste Nebel lichtete, verstanden viele Dethlefsens Ansinnen. Auch wenn sie dieses nicht teilten. Mathias Wendel, der zu dieser Zeit bereits in eigener Praxis arbeitete, sagte dazu: „Spiritualität hat für mich vor allem zu tun mit Herz und nicht mit Ritual – wobei dies nicht unbedingt ein Widerspruch sein muss.“

Lange Rede, kurzer Sinn: Thorwald Dethlefsen gibt schon (sehr) lange keine Reinkarnationstherapie mehr. Aber die Essenz aus seiner Arbeit steht Ihnen bei mir und meinem Team in Einzeltherapie, Kursen und einer Therapeutenausbildung zur Verfügung.

Und als Ergänzung zu „Schicksal als Chance“ möchte ich Ihnen das Buch von Mathias Wendel „Maskenball der Seele“ ans Herz legen.